Wenn ein 5G-Gerät unter Signalstörungen, Paketverlusten oder lokaler Überhitzung leidet, liegt die Ursache oft nicht im Chipsatz – sie ist in den EMI/RFI-Abschirmungsmaterialien verborgen, die täuschend gewöhnlich erscheinen.
Dieser Artikel deckt vier kostspielige Auswahlfehler auf und skizziert einen systematischen Ansatz zur Sicherstellung der langfristigen EMV-Zuverlässigkeit und thermischen Stabilität in Elektroniksystemen der nächsten Generation.
Bei der Hardwareentwicklung für 5G konzentrieren sich die Entwicklungsressourcen typischerweise auf die HF-Architektur, Basisbandchips, Antennendesign und Firmware-Optimierung. Feldausfälle lassen sich jedoch häufig auf einen unterschätzten Faktor zurückführen:
Materialien zur Abschirmung elektromagnetischer Störungen (EMI) und zur thermischen Schnittstellenbildung.
Bei Hunderten von Projektkooperationen waren mehr als 90 % der EMV-Ausfälle und thermischen Probleme in der Spätphase auf eine frühe Materialauswahl zurückzuführen – nicht auf mangelnde Konstruktionskompetenz, sondern auf subtile blinde Flecken bei der Bewertung.
Die grundlegenden Abschirmungsprinzipien finden Sie hier:
Nachfolgend die vier teuersten Irrtümer.
Ein Ingenieur wählt eine 0,1 mm ultradünne leitfähige Dichtung mit einer Schirmdämpfung von 90 dB.
Dieser Wert von 90 dB wurde möglicherweise gemessen bei:
50% Kompression
Ideale ebene Kontaktflächen
Kontrollierte Laborbedingungen
Bei der realen Montage kann die Toleranzhäufigkeit die Kompression auf 20 % begrenzen. Die Kontaktimpedanz steigt stark an, und die Schirmdämpfung kann unter 30 dB sinken – unzureichend, um das Rauschen von Hochgeschwindigkeitsprozessoren zu unterdrücken.
Dynamische Leistungskurven sind wichtiger als statische Spezifikationen.
Das Verhältnis von Kompressionskraft zu Impedanz ist entscheidend für die Leistungsfähigkeit von EMI/RFI-Abschirmmaterialien im praktischen Einsatz. Ohne Validierung unter Lastbedingungen sind die Angaben im Datenblatt irreführend.
Für ein tieferes Verständnis des Abschirmverhaltens in realen Elektroniksystemen siehe:
Ein Material besteht einen Hochtemperatur-Lagerungstest bei 85 °C.
Elektronik im Automobil- und Außenbereich ist kombinierten Belastungen ausgesetzt:
Vibration
Thermische Zyklen
Luftfeuchtigkeit
Chemische Korrosion
Ein Material, das bei Temperaturprüfungen mit nur einer Variablen stabil ist, kann unter Mehrfachbelastung versagen, was zu Ermüdungsrissen oder Ablösung der Beschichtung führt.
Bei einem EV-Kameramodul führte eine kumulative Belastung nach der Installation zu großflächigen elektromagnetischen Störungen.
Die Tests müssen die realen Belastungsmuster der Anwendung simulieren, nicht isolierte Laborbedingungen.
Im Kontext von Abschirmungen in Automobilqualität:
Ein hochleistungsfähiges leitfähiges Elastomer erfordert:
Präzisions-CNC-Kontaktflächen
Spezielle Dosiergeräte
Enge Einbautoleranzen
Die Modifizierung der Produktionslinie erhöht den Kapitalaufwand. Die Montagezeit verlängert sich. Die Ausbeute sinkt aufgrund der Prozesskomplexität.
Die Gesamtbetriebskosten (TCO) übertreffen die Prognosen.
Ohne Berücksichtigung der Herstellbarkeit (Design for Manufacturability, DFM) ist die Leistungsfähigkeit unvollständig.
Das optimale EMI/RFI-Abschirmmaterial ist eines, das sich nahtlos in bestehende automatisierte Produktionslinien integrieren lässt.
Für SMT-integrierte Abschirmungslösungen:
Eine Abschirmungs- und Wärmelösung aus der 4G-Ära wird wiederverwendet für:
5G-Millimeterwellengeräte
200-W-Schnelllademodule
| Parameter | 4G-Geräte | 5G / Hochleistungsgeräte |
|---|---|---|
| Frequenzbereich | Sub-6 GHz | 24–40 GHz+ mmWellen |
| Wärmestromdichte | Mäßig | Deutlich höher |
| Integrationsdichte | Medium | Extrem hoch |
Für Millimeterwellensignale muss die Schirmdämpfung bei 30 GHz und darüber aufrechterhalten werden.
Das Laden mit hoher Leistung führt zu einer intensiven lokalen Wärmedichte, die eine schnellere Wärmeableitung erfordert.
Herkömmliche Materialien werden zu Leistungsengpässen.
Die technologische Entwicklung erfordert eine synchronisierte Materialentwicklung.
Jedes neue Frequenzband bringt neue elektromagnetische physikalische Einschränkungen mit sich.
Bei Konlida wird die Materialauswahl als ein gemeinsamer Entwicklungsprozess und nicht als eine Beschaffungsentscheidung betrachtet.
Kartieren Sie elektromagnetische, thermische, mechanische und chemische Belastungen über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg.
Statt einer einzelnen Probe sollten 2–3 technische Routen unter simulierten realen Stressbedingungen bewertet werden.
Pilotprojekte decken Montagebeschränkungen vor der Skalierung auf.
Vertikal integrierte Lieferketten gewährleisten eine gleichbleibende Leistungsfähigkeit vom Prototyp bis zur Serienproduktion.
Im 5G-Zeitalter ist die Zuverlässigkeit von Geräten ein Wettstreit der Präzision.
Der entscheidende Faktor ist selten der Flaggschiffprozessor – es ist die systematische Kontrolle von „unsichtbaren“ Details wie der Auswahl von EMI/RFI-Abschirmungsmaterialien .
Wenn Ihr Projekt vor folgenden Herausforderungen steht:
Signalintegritätsinstabilität
Unerwartete EMV-Testfehler
Thermische Engpässe
Ertragsverluste bei der Skalierung
Möglicherweise ist es an der Zeit, die Methodik zur Materialvalidierung Ihrer Abschirmungsstrategie zu überdenken. Denn in der Hochfrequenzelektronik haben kleinste Materialeigenschaften große Auswirkungen.
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